Der Serbe Milan Karanovic ist einer der interessantesten Cellisten der Wiener Musikwelt. Nach seinen Studien in Belgrad wechselte er in die Klasse von Jontscho Bayrov an das Wiener Konservatorium, das er im Jahre 2006 mit Auszeichnung beendete. Weitere wichtige Impulse erhielt Karanovic von so bedeutenden Künstlern wie Mstislaw Rostropowitsch, Mischa Maisky, Martin Löhr, Franz Bartolomey, Young-Chang Cho, Maria Kliegel, Daniel Barenboim und Steven Isserlis.

Bereits in seiner Studienzeit gewann er mehrere Wettbewerbe, unter anderem den Wettbewerb "J. Dotzauer" in Dresden 2001 und den Johannes Brahms-Wettbewerb in Pörtschach, Österreich, im Jahre 2003. Es folgten solistische Auftritte, unter anderem im Wiener Konzerthaus mit dem slowakischen Rundfunkorchester.

Gemeinsam mit Dalibor Karvay und Stefan Stroissnig (Klavier) musizierte er sehr erfolgreich in Triobesetzung, wodurch ihnen das Herbert-von-Karajan-Stipendium in Österreich zugesprochen wurde. So konzertierten sie unter anderem bereits in Wien, London, Berlin, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Rom, Frankreich und Argentinien. Neben seinen Triokonzerten wirkt er bis heute im renommierten Wiener Cello Ensemble 5+1 mit, deren Konzertreisen ihn regelmäßig ins Ausland führen, wie zum Beispiel China. 

Und auch als Orchestermusiker trat Milan Karanovic hervor: so war er 2008 für ein Jahr als Solocellist beim Tonkünstler-Orchester Niederösterreich engagiert, in der Spielzeit 2010/11 als stellvertretender Solocellist beim Münchner Rundfunkorchester und von 2012 bis 2014 als Stimmführer im Mozarteumorchester Salzburg.